Trotz Nachforschungen ist es leider nicht bekannt wann die Schmiedewerkstatt Schmidt in Bissingen gegründet wurde, dem Namen nach könnte es sich dabei auch schon um eine alte Handwerkertradition handeln. 1948 übernahm Georg Schmidt sen. von seinem Vater sowohl die Schmiede als auch eine kleine Landwirtschaft. Der Betrieb beschäftigte sich als Huf- und Wagenschmiede. Es wurden aber auch andere landwirtschaftliche Geräte und die ersten IHC-Traktoren verkauft.
1973 übernahm der Sohn Georg Schmidt jun. im Alter von 23 Jahren als Landmaschinenmechaniker-Meister den Betrieb. Nun begann die Umwandlung von der Schmiede zum Landmaschinen-Fachbetrieb der den neuen technologischen Herausforderungen der sich verändernden Landwirtschaft gewachsen war. Georg Schmidt arbeitet zunächst alleine und kümmerte sich um die Werkstatt wie auch den Verkauf, dabei wurde er tatkräftig von seiner Frau Rosemarie unterstützt, die den kaufmännischen Teil des Betriebes übernahm.
1978 wurde der Betrieb um ein neues Werkstattgebäude vergrößert um in Zukunft der wachsenden Zahl an Aufträgen und den immer größer werdenden Maschinen und Geräte Platz zu bieten. Im gleichen Jahr wurde auch mit dem Vertrieb von ZETOR-Schleppern als Zweitfabrikat begonnen. Aufgrund der zunehmenden Arbeit wurde 1981 mit der Ausbildung von Landmaschinenmechanikern begonnen.
1984 wurden dann die ersten KUHN-Kreiseleggen verkauft. 1988 der Betrieb arbeitete zwischenzeitlich mit 1 Gesellen und Auszubildenden wurde mit dem Vertrieb von RENAULT-Traktoren begonnen, wobei das Zweitfabrikat ZETOR erhalten blieb. Der Junior des Unternehmens Jürgen Schmidt trat im Jahr 1997 nach der Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker als zweiter Geselle in das Familienunternehmen ein. Aufgrund der wachsenden Zahl an Aufträgen und der immer vielfältigeren Art der Geräte stieß die Werkstattkapazität an ihre Grenzen. Eine weitere Erweiterung des Betriebes am alten Standort war aufgrund der mangelnden Platzverhältnisse im Kern des Dorfes nicht möglich. So wurde ein neues Betriebsgebäude am Ortsrand erstellt, dieses wurde im November 1998 eröffnet und der Verkauf von JOHN DEERE Maschinen und Traktoren als Ersatz von Renault begonnen. Bei der Planung des Betriebsgebäudes wurde sehr viel Wert auf die Größe und Funktionalität der Werkstatt und des Ersatzteillagers gelegt. Der Neubau umfasst zudem einen großen Verkaufsraum zur Ausstellung der vielfaltigen Geräte inklusive des Zubehörs für die moderne Forst- und Landwirtschaft. Auf diese Weise wurde auch eine Plattform für die Präsentation der Gartengeräte geschaffen. Im Zuge dieser Vergrößerung des Unternehmens trat die Tochter Renate Handschiegl ausgebildete Betriebswirtin zur Unterstützung des kaufmännischen Teams in den Betrieb ein.
Um im Buchhalterischen Bereich den Überblick zu behalten, übernahm die Schwiegertochter Nadine Schmidt einen Teil der Bürotätigkeiten. Auch der Schwiegersohn Andreas Handschiegl kam 2001 zur Verstärkung der Service-Mannschaft als gelernter Landmaschinenmechaniker zur Firma Schmidt Landtechnik hinzu. Seit November 2004 übernimmt er den Verkauf von Landmaschinen im Außendienst.
Der Erfolg der letzten Jahre gab dem Unternehmer Georg Schmidt recht, diese Investition zu wagen. Das Unternehmen beschäftigt heute 11 Mitarbeiter wobei die Weiterbildung der Mitarbeiter im Unternehmen groß geschrieben wird. Die Leitung der Werkstatt hat Jürgen Schmidt übernommen. Georg Schmidt kann sich heute fast ausschließlich dem Verkauf im Innendienst und dem Ersatzteillager widmen.