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Guten Tag, liebe Garten-Freunde und Gießkannen-Artisten! Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Geständnis: Ich liebe es zu gießen, aber ich hasse es, mich zu entscheiden! Soll ich die klassische Gießkanne nehmen und romantisch durch den Garten schlendern, oder doch lieber mit dem Gartenschlauch auf Action machen?

Gießkanne: Charmanter Oldie oder Zeitfresser?

Fangen wir mit der Gießkanne an. Ihr kennt sie alle, diese Kannen, die in allen Farben und Größen existieren. Ich habe mindestens fünf davon in Pastelltönen, weil ich mich in Baumärkten einfach nicht zurückhalten kann. Das Schöne an Gießkannen ist ihr Retro-Charme – man fühlt sich gleich wie eine versierte Landfrau auf Instagram. Allerdings: Wenn ihr einen größeren Garten habt, kann das ganz schön in die Arme gehen. Nach der fünften Kanne Wasser fängt man an, die Existenz dieses Gartens zu hinterfragen. Dafür ist das Gießen aber irgendwie persönlicher. Man kann jeder Pflanze liebevoll ein bisschen Wasser geben, ein nettes Wort flüstern und sich an ihren Blüten erfreuen.

Der Gartenschlauch: Schnell, cool, aber auch chaotisch

Und dann ist da noch der Gartenschlauch. Der macht richtig Spaß, wenn die Sonne scheint und man sich selbst eine Abkühlung gönnen will. Einfach mal den Daumen aufs Schlauchende halten und einen kleinen künstlichen Regenbogen erzeugen – kinderleicht! Auch beim Reinigen von Gartenwegen oder beim spontanen Einsatz als Hundedusche ist der Schlauch unschlagbar. Aber klar, einen Haken hat der Schlauch schon: Wer kennt es nicht – der Albtraum von verhedderten Schläuchen. Einmal unbedacht herumgezogen, schon habt ihr einen Knoten, den selbst der schlauste Pfadfinder nicht mehr lösen kann. Und wenn der Wasserdruck zu hoch ist, reißt ihr vielleicht eure empfindlichen Kräuter gleich mit aus dem Boden.

Die Entscheidungshilfe

Wann nehme ich nun was? Ich sage: Kleinere Gärten, Topfpflanzen und zarte Jungpflanzen schreien förmlich nach der Gießkanne. Sie erlaubt ein sanftes Bewässern, ohne eure Schützlinge zu erschrecken. Für größere Flächen, durstige Rasenflächen und großflächige Beete ist der Schlauch oft praktischer – oder sogar ein automatisches Bewässerungssystem, wenn ihr’s ganz modern wollt. Außerdem spiele ich mit dem Gedanken, mir so einen rollbaren Schlauchwagen zuzulegen, um dem Kabelsalat Einhalt zu gebieten. Mal sehen, ob das meine Gartenträgheit lindert oder nur ein weiteres Spielzeug wird, das meinen Schuppen verstopft.

Beide gewinnen

Auch wenn es nach einem Showdown klingt, kann ich mich nicht für einen Favoriten entscheiden. Gießkannen und Gartenschläuche haben beide ihren Charme und ihre Daseinsberechtigung. Mal braucht man die gemütliche, entschleunigte Variante, mal die schnelle und effiziente. Am Ende zählt nur, dass ihr eure Pflanzen nicht im Regen stehen lasst – im wahrsten Sinne des Wortes. Also, schnappt euch, was ihr gerade zur Hand habt, und lasst das Wasser fließen. Und wenn ihr dabei ein bisschen nass werdet, seht es als willkommene Abkühlung an. Der Sommer ist kurz genug, da darf man ruhig ein bisschen planschen!

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